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Nachdem meine langjährige Lebensgefährtin Regina nach
kurzer, schwerer Krankheit leider viel zu früh verstorben ist, beginnt für mich ein zweites Leben.
Wie ich in diesem zweiten Leben zurecht komme und wie
ich es organisiere, will ich in dieser neuen Homepage
gerne erzählen.



Teil 1

Die Monate, Wochen und Tage in denen ich durch die Hölle gegangen bin scheinen
allmählich vorbei zu sein. Ich muss nun nach vorne blicken und meinen neuen
Lebensabschnitt so gut wie möglich organisieren.
Regina hatte immer recht mit ihrer Aussage, dass ich kein Mensch bin der alleine leben
kann. Die Trauer über meinen großen Verlust und das Regina nicht mehr wiederkommen
wird ist nun auch in meinem Gehirn angekommen und hat es akzeptiert. Mein Verstand
sagt mir, dass das Leben so schwer es auch zu begreifen ist, weiter gehen muss.
Und doch tröstet es mich, wenn ich Abends an ihrem Bild die Kerze angezündet habe,
ich ihr von den Dingen erzähle die ich tagsüber unternommen habe, dann habe ich das
Gefühl, dass sie mir immer noch sehr nahe ist.

Die Blumen auf ihrem Urnengrab sind nun längst verblüht und der Schnee hat ein
weißes, wärmendes Tuch über das Grab gelegt.

Oft fällt mir in der Wohnung die Decke auf den Kopf und ich ertappe mich dabei
Selbstgespräche zu führen, oder ich denke daran, wenn ich mich im Haushalt beschäftige
wie sie es immer gemacht hat. Diese Ruhe und Einsamkeit macht mich wirklich
allmählich kaputt und ich muss mir nun etwas suchen, was mich zumindest tagsüber
beschäftigt um aus der Grübelei heraus zu kommen.

Auf Anraten von Freunden habe ich mir nun auf dem Smartphone WhatsApp installiert
und habe nun guten Kontakt zu alten und neuen Bekannten, was mich auch wieder
von meinen Gedanken an die schöne Zeit die hinter mir liegt gut ablenkt.
Ullrich Faust, ein guter Freund hat mich bei der Einrichtung von WhatsApp unterstützt
und mich in die Bedienungsweise eingewiesen. (Bild unten)



Dennoch schweifen meine Gedanken, besonders Nachts, immer wieder zurück zu dem wunderschönen Leben das ich mit Regina geführt habe, aber ich merke so langsam,
dass ich von Tag zu Tag immer mehr am realen Leben teilnehme.

So war ich unter anderem an einem der vergangenen Tage im polnischen Wolin, wo
ich alte Bekannte in unserem Segelclub besucht habe.

In dieser neuen Homepage werde ich ab und zu berichten was sich in meinem
Leben in der nächsten Zeit verändern wird bzw.was das Leben mir nun noch zu
bieten hat ...



Sonnabend, der 12. Januar


Sehr viel Behördenkram ist in den letzten Tagen auf mich zugekommen. Reginas Konto
habe ich löschen lassen und die Daueraufträge auf mein Konto verschoben.
Telekom habe ich auch zum 31. Januar gekündigt, dass heißt ab 1. Februar bin ich nur
noch am Smartphone unter der Nummer 0176 602 70 620 zu erreichen. Auch ins
Internet gehe ich dann ausschließlich über das Smartphone.

Im Moment bin ich dabei auch meine Emailadressen zu ändern. Rechtzeitig werde ich
die neuen Email Adressen hier bekannt geben. Es ist kaum zu glauben, wie viel Arbeit
es macht, nach einem Sterbefall, alles wieder in neue Bahnen zu verlagern.
Heute morgen war ich, wie fast jeden Tag, wieder an Reginas Grab und habe mit ihr
über alle anfallenden Probleme gesprochen. Das hilft mir das alles besser zu
verarbeiten.

Claudia, Reginas Tochter, ruft fast jeden Tag an um sich über meinen Zustand zu
informieren und mich damit nicht ganz so alleine zu lassen. Das rechne ich ihr hoch an.

Ich denke das ich, nach einer gewissen Zeit, Reginas Rat annehmen sollte, nicht allzu
lange alleine zu bleiben. Ich werde dann versuchen, vielleicht in einer neuen
Beziehung in ein "normales" Leben zurück zu kehren. Das hört sich vielleicht zu dieser
frühen Zeit nicht so gut an, aber es dient meinem Selbsterhaltungstrieb. Regina hatte
das immer schon erkannt und mich darin bestärkt mich so schnell wie möglich
wieder nach einer, zu mir passenden, Partnerin umzuschauen ...
Natürlich ist es im Alter nicht so einfach wieder in eine neue Beziehung zu gehen,
denn irgendwie ist man ja an eingefahrene Bahnen gewohnt und möchte so weit
wie möglich "das alte Leben" wieder haben, was aber bestimmt unmöglich ist.
Es ist also ein sehr sensibles Thema und braucht, wenn überhaupt, auch seine Zeit
um den richtigen Menschen zu finden. Auf jeden Fall werde ich diesbezüglich
nichts überstürzen und abwarten ...

Mit dem neuen Auto, auf das Regina sich so gefreut hatte, es aber nicht mehr
erlebt hat, mache ich nun kleine Ausflüge und Einkaufsfahrten. Oft habe ich das Gefühl
das sie, wie früher, neben mir sitzt und die Fahrt genießt.
 




Mittwoch, der 16. Januar


Trotzdem ich nach vorne blicke um mir ein neues Leben aufzubauen, halte ich jeden
Abend Zwiesprache mit Regina. Wie immer erzähle ich ihr von meinen Gedanken
und von den Ereignissen des Tages. Da sie mir ja immer wieder gesagt hatte, dass
ich mir schnell eine neue Partnerin suchen solle, empfinde ich auch kein schlechtes
Gewissen ihr gegenüber, wenn ich mich nun neu organisiere. Mein Leben geht weiter
und sie hat gewollt, dass es mir gut geht und ich nicht in Einsamkeit und Trübsinn
versinke.
So war sie halt und hat immer mehr an mein Wohlbefinden gedacht als an das ihre
und dafür war und bin ich ihr sehr dankbar.


Mit der abendliche Zwiesprache mit Regina über die Ereignisse des Tages beende ich jeden Tag.

    Claudia hat mich spaßhalber in einem Dating-Portal angemeldet und nun bekomme
ich per Email viele Zuschriften von Damen die einen neuen Partner suchen. Das macht
ja Spaß, lenkt mich ab und bringt Abwechslung in meinen Alltag, aber ich bin noch
lange nicht soweit um mich schnell wieder einer anderen Frau zuzuwenden.
Immerhin sind sehr nette und hübsche Frauen dabei und so werde ich eines Tages mal
mit der einen oder anderen unverbindlich Kontakt aufnehmen.
Mir ist schon klar, dass es kein zweites, so schönes Zusammenleben wie mit Regina,
geben wird, aber das Leben ist vielfältig und wer weiß, vielleicht gibt das Leben mir
die Chance, noch einmal mit einer anderen Partnerin eine harmonische Beziehung
aufzubauen. Das aber will ich in aller Ruhe auf mich zukommen lassen und mich
nicht überstürzt in eine neue Beziehung stürzen.



Sonnabend, der 19. Januar

Mein Leben verläuft nun in einem wenig aufregenden, ruhigen Rahmen. Die Tage
schleichen dahin und das "Alleinsein" ist weiterhin mein größtes Problem. Ich fühle
mich oft nutzlos und auch mein Antrieb etwas zu unternehmen hat stark nachgelassen.
Soll es nun immer so weiter gehen? Das kann und will ich nicht akzeptieren!
Ich muss mir irgendetwas einfallen lassen, was meinem Leben wieder eine Sinn
geben kann. Gerade mir, der immer sehr umtriebig war, fällt dieser Stillstand / Zustand zunehmend schwer.
Gestern war ich auf der Beerdigung eines Freundes und sofort kam alles wieder hoch
was in den vergangenen Wochen und Monaten mein Leben in so schlimmer Weise
beeinflusst hat, zumal der Freund auf der gleichen Wiese wo die anonymen
Bestattungen stattfinden und auch Reginas Urnengrab liegt, seine letzte Ruhe
gefunden hat.
Nun ist auch hier der Winter eingezogen, es hat geschneit und gefroren. Die Scheiben
des Autos müssen enteist werden und der Schnee abgefegt werden bevor ich heute
einige Einkäufe erledigen werde.




Auf Grund von Claudias Initiative mich in einem Dating Portal anzumelden melden sich
täglich immer mehr Damen um meine Bekanntschaft zu machen. Diese unverbindliche Kommunikation mit einigen von ihnen ist eine Abwechslung in meinem Tagesablauf die
mir ein wenig Abwechslung verschafft. Es sind durchaus sehr nette, gutaussehende
Damen dabei die evtl. später schon mein Interesse finden würden. Aber, wie schon
einmal bemerkt, bin ich noch lange nicht soweit mich ernsthaft mit diesem Thema zu beschäftigen. Mir reicht es im Moment durchaus, dass ich in das Beuteschema einiger
 Damen passe und es amüsiert mich ungemein die diversen Angebote zu studieren ...
Auf jeden Fall stehen alleinstehende Männer bei den Damen sehr hoch im Kurs und
ich kann mir durchaus vorstellen zu einem späteren Zeitpunkt Kontakt zu der einen
oder anderen aufzunehmen.



Mittwoch, der 23. Januar

Die Tage fliegen nur so dahin und nichts besonderes ereignet sich. Ich habe das Gefühl
als ob die Zeit immer schneller vergeht und kostbare Lebenszeit ungenutzt verstreicht.
Mein Antrieb irgendwelche Unternehmungen zu starten hält sich in Grenzen, denn
alleine macht alles keinen Spaß. Ich habe alles was umgestellt werden musste,
wie Daueraufträge, Einzugsermächtigungen für Strom usw. nun zufriedenstellend
abgeschlossen und so bleibt mir in dieser Hinsicht nun auch nichts mehr zu tun.
Mein Kampf mit den Behörden wo so manche Hürde zu nehmen war ist auch
weitgehend abgeschlossen und nun verläuft alles wieder in normalen Bahnen.
Ich habe ein paar Ausflüge unternommen, war kurz in Berlin und Hamburg, bin aber
nun wieder zu Hause.
Der Gedanke, mir wieder ein kleines gebrauchtes Wohnmobil anzuschaffen, kommt
mir immer öfter in den Sinn und ich habe schon in den bekannten Foren danach
Ausschau gehalten.
Mein alter Campingfreund Wilfried aus Nassenheide bemüht sich ebenfalls
 ein passendes Mobil für mich zu finden. Bis zum Frühjahr ist ja noch Zeit das richtige
zu finden. Einige habe ich schon in die engere Auswahl genommen und werde sie
mir bei passender Gelegenheit ansehen.

Hier eine kleine Auswahl der in Frage kommenden Wohnmobile



      

      

Mein Favorit wäre dieser LMC (Bild unten) Wenn ich ein solches Fahrzeug zu einem
Preis finden würde der zu meinem Budget passt, könnte ich schwach werden und
zuschlagen ...






Freitag, der 25. Januar

Es geht mir sehr schlecht. Schon wieder ist eine Woche viel zu schnell vergangen und
 es hat sich nichts geändert. Es fällt mir immer schwerer meine momentane
Situation zu bewältigen. Aller Versuche mich in irgendeiner Weise abzulenken sind
letztendlich fehlgeschlagen. Und so wird meine Lage immer frustrierender und
auswegloser. Selbst der Gedanke mir zum Frühjahr wieder ein Wohnmobil anzuschaffen
muntert mich zur Zeit nicht sonderlich auf.
Ich weiß nicht wie lange ich es noch so aushalten kann, wenn sich nicht grundlegend
etwas ändert, oder mir etwas einfällt was die Lage verbessert.
Ich dachte bisher das ich alles so langsam im Griff habe, aber das habe ich mir wohl
nur selber vorgemacht, denn dem ist bei weitem nicht so.
Ich wünsche mir so sehr mein altes Leben zurück, weiß aber, dass das unmöglich ist.
Es sehe im Moment keine Möglichkeit aus diesem Dilemma heraus zu kommen.



Dienstag, der 29. Januar

Ich war übers Wochenende bei Freunden in Berlin um nicht hier wieder alleine
zu Hause zu sein. Es war sehr schön mal wieder in angenehmer Gesellschaft zu sein.
Jetzt wo ich wieder zu Hause bin ist es dennoch sehr schwer das Alleinsein zu
ertragen. Warum komme ich damit nicht klar? Ich kann doch nicht Tag und Nacht
unter Menschen sein um nicht alleine zu sein.
Wie gerne würde ich wieder eine nette Frau kennen lernen, für die ich "da" sein kann
und die mit mir eine schöne, harmonische Beziehung aufbauen möchte und die,
so wie ich, Zweisamkeit zu schätzen weiß.

Verlange ich zu viel vom Leben?
Bin ich zu ungeduldig?

Ich habe mir soviel Mühe gegeben alleine zurecht zu kommen und was den Haushalt
und die täglichen Dinge des Lebens betrifft ist mir das auch hervorragend gelungen.
Aber wie gesagt, wenn alles getan ist und ich zur Ruhe komme, dann kommt der Punkt,
der mir wieder bewusst macht doch ziemlich einsam/allein zu sein und das ist
wirklich für mich sehr schwer zu ertragen.
Ich schaffe es, zumindest im Moment noch nicht, mir darüber klar zu werden das
es möglich ist, das Leben alleine zu meistern. Dieser Gedanke scheint mir
unmöglich zu sein bzw. zu realisieren. Ich kann einfach das Alleinsein nicht ertragen
und würde ziemlich alles tun um diesen Zustand zu beenden.

Aus reinem Selbsterhaltungstrieb muss sich schnellstens etwas in meinem
Leben ändern!



Freitag, der 1. Februar

Schon wieder ist Freitag. Die Tage und Wochen rennen immer schneller und mit
zunehmenden Alter kommt einem das noch schneller vor. Ich merke, dass ich so
langsam aus meinem "Tief" heraus komme und schon wieder mehr am Leben teilnehme.
Seit heute habe ich ja keinen Internet- und Telefonanschluss von Telekom mehr,
denn die haben es ja, auf meinen Wunsch hin, zum 31. Januar abgeschaltet.
Nun habe immer noch zwei Möglichketen trotzdem weiterhin zu telefonieren und auch
das Internet steht mir über mein Smartphone, dass nun als Router fungiert und über
meinen Aldistick zur Verfügung, so das ich weiterhin hier berichten kann.
Mit dem gestrigen Tag habe ich auch alle Probleme die mit Behörden usw. hatte
bereinigt, so das auch hier nun der Druck von mir abgefallen ist. Der Grund warum ich
die Telekom gekündigt habe war, dass ich einfach keinen Bock mehr hatte
bei zwei verschiedenen Stellen zu bezahlen. Wichtig für mich ist nur, dass ich
weiterhin Internet Zugang habe. Telefonisch bin ich nun unter der Nummer
0176 60270620
zu erreichen. Da ich eine Flatrate mit 5 GB monatlich gebucht habe, reicht mir das
für meine Telefonate und Internet Zugang völlig aus, zumal ich ja noch einmal 5,5 GB
bei Aldi zur Verfügung habe. Nun steht wieder ein Wochenende vor der Tür
und ich überlege evtl. Claudia in Kiel zu besuchen, vorausgesetzt das Wetter
spielt mit.



Montag, der 4. Februar

Aus meiner Fahrt nach Kiel ist nichts geworden, denn wie schon voraus gesagt, hat
das Wetter nicht mitgespielt. Schnee Regen, Schneeregen, Glatteis und Kälte haben
die Straßen ziemlich unsicher gemacht und so habe ich beschlossen lieber im
warmen Zuhause zu bleiben. Vielleicht fahre in der kommenden Woche nach Kiel, aber
auch dann werde ich mich nach dem Wetter richten.
Ja, das Wochenende war also nicht so berauschend und ich hatte viel Zeit zum
Nachdenken. Zunächst habe ich beschlossen hier in Freest in meiner Wohnung wohnen
zu bleiben und die Dinge auf mich zukommen zu lassen. Weiter hat mich immer wieder
der Gedanke beschäftigt mir doch wieder ein Wohnmobil zu kaufen und ich werde die
Augen nach einem passenden Gefährt aufhalten und mich entsprechend umschauen.


Heute am Montag sieht es wettermäßig schon sehr viel besser aus. Es ist zwar kalt,
aber die Sonne versucht sich mit einigem Erfolg durch die leichte Wolkendecke durch
zu kämpfen.
Soeben habe ich eine Einladung bekommen und werde morgen früh in Richtung
Hamburg fahren. In Aumühle im Sachsenwald werde ich ein paar Tage bei Bekannten
verbringen.
Es ist jetzt 09:20 Uhr und die Sonne hat es tatsächlich geschafft sich durchzusetzen.
In den nächsten Stunden wird sie auch den Raureif aufsaugen, der noch auf den
Büschen liegt. Auch ein Rest vom Schnee wird wohl heute dran glauben müssen.
In den Tannen vor meiner Terrasse sitzen schon meine "Piepmätze" auf der Lauer
und warten auf ihre tägliche Ration Sonnenblumenkerne die ich immer rund um das Vogelhäuschen verstreue.





Freitag, der 8. Februar

Ich bin schon seit Mittwoch wieder zu Hause, denn es hat mich nun auch erwischt und
eine verschleppte Erkältung hat meinem Besuch in Aumühle ein jähes Ende bereitet.
Schade, denn ich hatte mich sehr auf diesen Besuch gefreut. Es war aber nicht zu ändern
und so bin ich nun dabei mich mit zunehmenden Erfolg wieder gesund zu pflegen.

Das Wetter in diesen Tagen spielt auch verrückt, mal sehr kalt, mal ungewöhnlich warm
und nass, dann wieder Schneeregen und Glatteis, aber bisher kein typischer Winter.

Ich bin immer noch auf der Suche nach einem geeigneten Wohnmobil und mein Freund
Wilfried aus Nassenheide hält auch die Augen auf um bei den umliegenden Händlern
ein Fahrzeug zu finden, dass meinen bescheidenen Ansprüchen genügt. Es ist mir
eigentlich egal, ob es ein Integrierter, einer mit Alkoven oder ein Teilintegrierter
werden wird. Er sollte nur einigermaßen gepflegt und trocken sein und über eine
SAT-Anlage verfügen. Mit etwas Glück werde ich bestimmt ein passendes Fahrzeug
in einer bezahlbaren Preisklasse finden, siehe Bild unten.





Montag, der 11. Februar

Nach einer unschönen Phase aus meinem privaten Bereich, die hier nicht näher erläutern
möchte, ist nun wieder alles im Lot und mir geht es den Umständen nach entsprechend
gut. Meiner Suche nach einem geeigneten Wohnmobil gehe ich regelmäßig nach, bin aber
noch nicht so recht fündig geworden.
Naja, es ist ja auch noch Zeit bis zum Frühjahr und ich bin guter Dinge in nächster Zeit
ein gutes Wohnmobil zu finden, dass meine finanziellen Möglichkeiten nicht sprengt.

Langsam werden die Tage wieder heller und die Lust am Reisen mit dem Wohnmobil
steigt von Tag zu Tag. Ich bin selbst gespannt wie sich letztendlich alles zeigen wird.
Auch hier werde ich nicht auf Biegen und Brechen schnell ein Mobil kaufen, sondern in
aller Ruhe das richtige finden.


Zunächst einmal muss ich endlich meine private Situation auf die Reihe bekommen!
Am kommenden Donnerstag habe ich ja die Vorbesprechung zu meiner
anstehenden Wirbelsäulen Operation. Dort werde ich auch entscheiden, ob ich diese
OP durchführen lasse oder nicht. Es spricht einiges dagegen, aber das Vorgespräch
wird mit Sicherheit einige Aufklärung bringen und mich zu einer Entscheidung,
so oder so, veranlassen.



Dienstag, der 12. Februar

In den frühen Morgenstunden des heutigen Tages bin ich im Internet fündig geworden.
Ein Euramobil ist mir ins Auge gefallen. Dieses Fahrzeug ist in Ausstattung und Preis
genau das, was ich suche. Ich werde mich mit dem Verkäufer in Verbindung setzen und
einen Besichtigungs, bzw. Probefahrt Termin ausmachen.





Donnerstag, der 14. Februar


Das Wohnmobil (oben) war leider schon verkauft. Gut so, denn ich habe nun eines
gefunden das noch mehr meinen Ansprüchen genügt. Leider steht es zur Zeit sehr
weit weg (ca.750 Kilometer) von mir und ich habe im Moment keine Zeit dorthin zu
fahren um es zu besichtigen. Ich habe ja heute die Vorbesprechung zu meiner OP.
Wenn ich Glück habe wird es nicht so schnell verkauft und ich habe noch Gelegenheit
dort hin zu fahren um es zu besichtigen. Hier also das Fahrzeug um das es sich handelt.
(Bild unten)





Freitag.der 15. Februar

Die Vorbesprechung zu meiner Wirbelsäulen Operation hat ergeben, dass ich mich
nun doch entschieden habe und die OP durchführen lasse. Am 26. Februar muss ich
mich im Wolgaster Krankenhaus melden und am 27. Februar, gleich frühmorgens
werde ich als erster operiert.
Die OP wird, so der Professor, ca. 1 Stunde dauern und danach werden die
Taubheitsgefühle die ich in den letzten Monaten mit meinen Beinen hatte
verschwunden sein. Wenn alles gut geht kann ich am nächsten Tag schon wieder
aufstehen und nach ca. 6 Tagen das Krankenhaus wieder verlassen.
Vierzehn Tage später kann ich dann eine dreiwöchige Rehabilitatiosmaßnahme
in Anspruch nehmen.


Das bedeutet, dass ich zunächst den Ankauf eines Wohnmobils zurück stellen werde
um abzuwarten ob die OP tatsächlich zu dem gewünschten Erfolg  führen wird.

Auf jeden Fall bin ich optimistisch das alles diesbezüglich wieder in die Reihe kommt
und ich danach schmerzfrei und problemlos weiter planen kann.
Laut dem Professor muss ich eine mir angebotene dreiwöchige
Rehabilitatiosmaßnahme nicht unbedingt in Anspruch nehmen. Zu gegebener Zeit
werde ich, je nach Erfolg der OP, darüber entscheiden.
 


Sonnabend, der 16. Februar

Das frühlingshafte, warme, sonnige Wetter hat mich heute dazu veranlaßt mich auf
mein Fahrrad zu schwingen und eine kleine Fahrt in unseren Hafen zu unternehmen.
Dabei sind unter anderem auch die folgenden Bilder zu entstanden.




















Montag, der 18. Februar

Durch eine Entscheidung die ich in den letzten Tagen getroffen habe, werden sich in
absehbarer Zeit meine Lebensumstände grundlegend ändern. Um den Dingen
nicht vorzugreifen, wobei es sich bei dieser Entscheidung handelt, möchte ich sie
zunächst noch nicht öffentlich machen.
Ich will und muss erst einmal abwarten wie gut meine anstehende Wirbelsäulen
Operation ausfällt, um meine Entscheidung tatsächlich realistisch umzusetzen, denn
alles hängt davon ab wie sich mein Gesundheitszustand entwickeln wird.
Weil Reginas Rente ja nun weggefallen ist, musste ich auch einige finanzielle
Veränderungen in meiner Haushaltsplanung vornehmen. Das hat sich nun
aber problemlos eingespielt.



Freitag, der 22. Februar

Schon wieder ist eine Woche wie im Fluge vergangen. Ich komme gerade vom
Einkaufen zurück und habe nur das nötigste für die nächsten Tage besorgt, denn
am kommenden Dienstag früh (26.2.) geht es ja ab ins Krankenhaus. Ich bin ja
gespannt, ob die Voraussage des Arztes wirklich eintrifft und meine Beschwerden,
die ab und zu auftretende Taubheit, in den Beinen dann weg sind.
Ich würde mich natürlich sehr freuen wenn das tatsächlich der Fall sein würde, denn
in dem Fall könnte ich dann langsam anfangen, unter anderem, auch an meiner
zukünftigen "Wohnmobilkarriere" zu arbeiten. Soll heißen, dass ich mich dann
wirklich ernsthaft damit beschäftigen werde nach einem geeigneten Fahrzeug
Ausschau zu halten.
Das zur Zeit herrschende schöne Wetter tut ja ein übriges dazu an solche Pläne
ernsthaft zu denken.



Montag, der 25. Februar

Alles ist soweit gerichtet, denn morgen früh geht's ab ins Krankenhaus. Den Fahrdienst habe ich zu 09:00 Uhr bestellt, denn bis um 10:00 Uhr soll ich mich im Krankenhaus
melden. Dort werden dann einige vorbereitende Maßnahmen für die am Mittwoch folgende OP vorgenommen. Naja, so ein wenig "Bammel" habe ich schon, denn ich denke so eine OP an der Wirbelsäule ist kein Kindergeburtstag. Aber mein unverwüstlicher Optimismus drängt die Sorge, ob alles gut geht, beiseite. So sieht das Teil aus, dass in die Wirbelsäule eingebaut wird.
(Bild links, Abbildung vergrößert)
 


Dienstag, dder 26. Februar

Ich war natürlich pünktlich im Krankenhaus und nach dem üblichen Aufnahmeritual
konnte ich mein Zimmer (Einzelzimmer mit TV und WLAN) beziehen. Heute werden die
vorbereitenden Maßnahmen wie Blutabnahme, Röntgen usw. durchgeführt. Mein Zimmer
habe ich technisch mit Laptop und Smartphone aufgerüstet und bin so immer mit der
Welt verbunden.



Mein Zimmer (oben) und noch lacht er (unten)



 Zum Mittagessen gab es heute sehr schmackhaftes Hühnerfrikasse (unten)



Es ist jetzt ca.14:00 Uhr und nun komme ich langsam zur Ruhe. Alle für die Op
vorbereitenden Dinge sind nun erledigt. Das Gespräch mit dem Anästesisten ging auch
über die Bühne. Zum Schluß kam noch ein Orthopäde mit einem Stützkorsett, dass ich
nach der Op in den nächsten Tagen und Wochen tagsüber tragen muss. (Bild unten)
Naja, das werde ich auch noch überstehen, hauptsache Morgen geht alles glatt.





Mittwoch, der 27. Februar

Es ist kurz nach 05:00 Uhr. Ich habe sehr unruhig geschlafen, bin voller Besorgnis
und Zweifel. Habe ich mich richtig entschieden? Noch kann ich zurückrudern.
Einerseits sagt mir mein Gefühl das alles gut wird, andererseits male ich mir in
Gedanken verschiedene Szenarien aus die eintreten könnten. Wie gesagt, ich
bin voller Zweifel ...
Viele meiner Freunde und Bekannten haben mir geschrieben bzw. angerufen und mir
versucht die Zweifel zu nehmen und mich zu ermutigen die OP durchführen zu lassen.
Wie immer in solchen besonderen Situationen fällt mir ein, dass es ja jemanden da
oben gibt, der vielleicht seine schützende Hand über mich hält und ich fange an zu
beten. Das hat mir oft in den vergangenen schweren Monaten geholfen meinen
Lebensmut und meinen Optimismus nicht zu verlieren.
Ich werde mich also nach gelungener OP, wahrscheinlich am Donnerstag, so schnell
wie möglich wieder melden um dann hoffentlich Gutes hier berichten zu können.



Freitag, der 1. März

Die OP ist mit kleinen Komplikationen letztendlich gut verlaufen. Nach einer Nacht auf der Intensivstation bin ich seit gestern wieder in meinem Zimmer.



Die Komplikation war, dass sich an der Knochenmarkhaut ein kleiner Riss gebildet hatte,
der lt. dem Operateur nur sehr schwierig zu händeln war. Es ist aber letztendlich gelungen.
Seit gestern Abend haben sie die Schmerzpumpe abgestellt und damit auf die
Versorgung durch Schmerzmittel verzichtet, was ich heute ganz schön merke und das
mir im Moment ordentlich zu schaffen macht.
Ab heute Mittag wird mich eine Physiotherapeutin in die Mangel nehmen und versuchen,
meine Bewegungsfähigkeit wieder auf Normalstand zu bringen.
Ich hoffe sehr, dass ich die richtige Entscheidung zur Durchführung dieser OP getroffen
hatte und in ein paar Tagen wieder voll funktionsfähig sein werde.
Vielen Dank an alle die mich durch Emails, Telefonate und andere Nachrichten mental so
gut unterstützt haben. Das habe ich sehr zu schätzen gewusst ...



Sonnabend, der 2. März

Die Schmerzmittel wurden verstärkt weil ich doch immer noch heftige Schmerzen habe.
Bei der heutigen Visite wurde ich dennoch beruhigt, dass alles in Ordnung sei und auch
die OP Wunde gut am verheilen ist. Nach 3 Tagen Toiettenabstinenz wird mir heute ein Abführmittel verabreicht, damit alles wieder in Gang kommt. Ich bin richtig gerührt,
dass so viele Freunde und Bekannte mit mir mitleiden und mir ständig gute
Genesung wünschen. Ich hoffe nun, dass es jetzt mal ein großes Stück nach vorne geht
und die Schmerzen so langsam abklingen werden.
Es ist jetzt kurz vor 15:00 Uhr und trotz hochdosierter Medikation verschwinden
meine Schmerzen nicht und ich quäle mich weiter durch den Tag. Auch die Abführtropfen
haben bisher ihre Wirkung verfehlt. Nun kommt mir immer häufiger der Gedanke, dass
ich die Op vielleicht doch nicht hätte ausführen sollen!?
Mir bleibt im Moment nur die Hoffnung das sich in den nächsten Tagen tatsächlich
der Schmerz auflöst und ich mich einigermaßen normal bewegen kann ...
17:00 Uhr. Nun haben die Abführmittel endlich gewirkt und mein Befinden hat sich
dadurch auch etwas gebessert.
Es wäre ja schön, wenn ich diese Nacht mal schmerzfrei durchschlafen könnte ...



Sonntag, der 3.März

Ein Lichtblick! Die erste Nacht ohne große Schmerzen habe ich überstanden. Geht es
tatsächlich aufwärts? Ich bin heute schon eine Stunde im Gang immer hin und her
gelaufen, bin aber verständlicherweise in meinen Bewegungen immer noch sehr stark eingeschränkt. Ich bin gespannt wie es wird wenn ich tatsächlich, wie vom Arzt
angedeutet, am Dienstag nach Hause entlassen werde. Wenn es so wie im Moment
um mich bestellt ist, kann ich mich unmöglich jetzt schon alleine versorgen.



Morgen kommt ja die Physiotherapeutin Frau Silvester und wird mich in die Mangel
nehmen. Ich hoffe, dass der Aufwärtstrend meines Zustandes anhält und ich bald wieder vollkommen hergestellt bin.


Montag, der 4. März

Auch diese Nacht habe ich wieder weitgehend ohne große Schmerzen überstanden.
Die schöne Wochenendruhe ist vorbei und der normale hektische Krankenhausbetrieb
ist wieder in vollem Gange. So ab 05:00 Uhr morgens kommt man nicht mehr zur Ruhe.
Ständig wird irgendetwas, wie Temperaturmessen, Blutabnehmen, Tabletten einnehmen
usw. mit einem gemacht. Dann kommt das Frühstück und anschließend ist Visite.
Je nachdem was der Doktor wieder neues anordnet geht es dann

mit verschiedenen Behandlungen weiter. Später kommt die Reinigungsfrau und wirbelt
durch das Zimmer. Auf jeden Fall kommt man garantiert bis zum Mittagessen nicht
zur Ruhe.

Die Physiotherapeutin hat mit mir einige anstrengende Übungen gemacht. Wir sind
mehrmals u.a. den langen Gang rauf und runter gegangen und zum Abschluss habe ich
sogar die Treppen bewältigt. also, es geht aufwärts und der Entlassungstermin ist
für Mittwoch festgesetzt worden. Beim heutigen Pflasterwechsel hat die Schwester
mir mal ein Foto von meiner Narbe geschossen. Ich hätte nicht gedacht das die
Narbe tatsächlich so groß sein würde.





Dienstag, der 5. März

Es geht mir soweit, was die Wirbelsäulen OP betrifft, ganz gut. Jedoch habe ich das
Gefühl, dass irgendetwas in meinem Körper nicht stimmt, denn ich habe immer noch
Schmerzen in der linken Hüftgegend und im Magen/Darmtrakt. Genau kann ich das gar
nicht lokalisieren, aber so ein komisches ziehen beunruhigt mich schon. Ich werde
erst einmal abwarten ob sich das von alleine wieder gibt oder das es evtl. nur immer
noch Auswirkungen der OP sind. Hoffentlich sind da nicht noch mehr unangenehme
Sachen im Busch ...
Gestern musste ich noch einmal zum Röntgen. Dort wurde festgestellt, dass an der
Wirbelsäule alles an seinem Platz ist und das Implantat gut sitzt. In meinen
Bewegungen (Bücken usw.) bin ich immer noch ziemlich stark eingeschränkt und
ich bin gespannt wie ich mich Morgen, nach der Entlassung aus dem Krankenhaus,
zu Hause selbst versorgen kann. Wird es schon gehen, dass ich Einkäufe, die
anstehen, tragen kann oder wie funktioniert es mit dem Autofahren usw.
Das sind alles Dinge die mich beschäftigen und mir teilweise Sorgen bereiten.

Es bleibt mir im Moment nichts anderes üblich als abzuwarten. Vielleicht sind ja
meine Sorgen unberechtigt und alles wendet sich zum Guten.
Das folgende Foto zeigt mich mit meinem "neuen Freund" dem Stützkorsett,
(roter Pfeil) dass ich bei längerem Spaziergängen in der nächsten Zeit tragen
muss/soll.
Das Teil sieht so ähnlich aus, wie sie die Gewichtheber tragen.





Mittwoch, der 6. März

Mir geht es seit gestern Abend nicht sehr gut. Die Schmerzen, die ich nicht genau
lokalisieren kann, machen mir Sorgen zumal heute mein Entlassungstermin ansteht.
Nach einer unruhigen Nacht die ich mit wenig Schlaf und vielen nachdenklichen
möglichen Szenarien verbracht habe, fühle ich mich heute Morgen nicht sehr gut.
Wie wird alles weiter gehen? Mich quälen die Gedanken an die Zukunft und diese
ungewisse Zukunft löst in mir Ängste aus die ich im Moment überhaupt noch nicht
einordnen kann.
Immer öfter befallen mich dunkle Gedanken und ich komme oft ins Zweifeln ob mein
Leben ünerhaupt noch Sinn macht. Den Gedanke alles hinter mich zu lassen und auf
 humane Art einschlafen zu dürfen habe ich immer öfter und dieser Gedanke ist mir
wirklich garnicht so unangenehm.
Die vielen tröstenden Worte und "Du mußt nach vorne schauen" verfehlen bei mir
jegliche Wirkung.
07:00 Uhr. In diesem Moment ist die Visite vorbei und ich habe den Ärzten geschildert
was ich für Schmerzen habe und das ich so gut wie nicht mehr aufstehen und laufen
kann. Mein verhältnismäßig gutes Befinden der vergangenen Tage ist wie
weggeblasen und die wenigen Schritte zur Toilette sind eine einzige Qual.

Auf jeden Fall werde ich heute nicht entlassen, denn ich käme zu Hause absolut
nicht alleine zurecht. Ich habe das Gefühl, dass es ab jetzt nur noch bergab
gehen wird.
Nun sind meine Befürchtungen die ich immer so im Hinterkopf hatte doch noch
eingetroffen und ich denke das ich die OP nicht hätte machen lassen sollen.
Mit den öfter mal tauben Beinen hätte ich evtl. besser leben können als mit den
jetzigen Schmerzen und der Aussicht darauf vielleicht überhaupt nicht mehr
laufen zu können.
Auf jeden Fall werden sie heute meinen Operateur anrufen, damit er sein Urteil über
meinen Zustand abgeben kann ...
Regina, meine Nachbarin kommt nacher und bringt mir die Post mit.


Donnerstag, der 7. März

Meine Medikation wurde neu angepasst und somit fühle ich mich heute sehr viel
besser. Das bedeutet, dass ich wahrscheinlich nach der Visite entlassen werde.

Ja ich hoffe, dass ich diese schmerzstillenden Bomben in der nächsten Zeit Schritt
für Schritt zurück fahren kann um wieder auf Normalstand zu kommen bzw. ganz
ohne diese "Bomben" auszukommen.
Ja, man hat mich tatsächlich heute entlassen und nun bin ich zu Hause und meine
Nachbarin hat erst mal meine benutzte Wäsche zum Waschen abgeholt. Ich habe
für die nächsten Tage bei der Krankenkasse eine Haushaltshilfe beantragt, die
wahrscheinlich auch genehmigt wird. So kann sich meine Nachbarin auf Kassenkosten
ein wenig dazu verdienen.
Noch fällt es mir ziemlich schwer mich sofort wieder alleine zu versorgen und so
nehme ich diese Hilfe gerne an.

 
Freitag, der 8. März

Erstaunlicherweise habe ich die ersten Stunden und die erste Nacht "in Freiheit"
gut überstanden. Meine Befürchtungen alleine nicht zurecht zu kommen haben sich
nicht bestätigt. Meine Schmerzen, wahrscheinlich immer noch durch die hochdosierten Medikamente, halten sich ebenfalls in gut auszuhaltenden Grenzen. Der Besuch meines Hausarztes hat ergeben, dass er nun Schritt für Schritt die Schmerzmedikation
herunter fahren wird. Alle meine Funktionen, die evtl. durch die OP in Mitleidenschaft
hätten kommen können funktionieren sehr gut und mein Doc ist sehr zufrieden mit
meinem Zustand. Das bedeutet, dass ich nun tatsächlich einen Blick nach vorne wagen
und evtl. auch ganz vorsichtig Zukunftspläne schmieden kann.
"Aber sachte mein Junge", muss ich mir immer wieder selbst die Bremse anlegen, sei
nicht gleich wieder zu Euphorisch, noch ist nicht alles in trockenen Tüchern ...
Trotzdem nimmt jeder Schritt der aufwärts geht ein wenig mehr von den Ängsten
weg die mich immer im Hintergrund verfolgt haben. Wer auch schon mal in solchen
fast ausweglosen Situationen war, kann das alles ganz sicher nachvollziehen.
Auf Anraten der Ärzte und von ebenfalls Betroffenen habe ich mich überzeugen lassen
die Reha, die in ca. 14 Tagen beginnen soll, anzunehmen.

Während der letzten Tage und Wochen hat sich herauskristallisiert wo die
wirklichen Freunde waren, die sich um mich gekümmert und getröstet hatten und erstaunlicherweise waren es viele, von dehnen ich es am wenigsten erwarten konnte.

Hervorheben möchte ich in diesem Zusammenhang ganz besonders meine Nachbarn
Regina und Rudi Heinrich sowie Hoddel Müller, Frank Schäfer, Wolf, Franz Schwarz und
vor allen Dingen Ulrich Faust. Er und seine Frau, ebenfalls Ärztin, hatten sich sogar
angeboten mir für eine gewisse Zeit ein Zimmer in Ihrem Haus zu überlassen,
im Fall, dass ich alleine Zuhause nicht zurecht kommen würde.
Diese und einige, hier nicht genannte, haben mich nicht im Stich gelassen und mir
immer wieder Mut und Durchhaltevermögen zugesprochen und mich somit sehr
stark unterstützt. Ich weiß das sehr zu schätzen und werde das niemals vergessen.
Vielen Dank dafür Freunde.


Sonnabend. der 9. März

07:00 Uhr. Es geht mir heute morgen nicht so gut. Antriebslosigkeit und
Schweißausbrüche bestimmen mein Befinden. Die Schmerzen sind zurück gekommen.
Ich hatte schon geglaubt "über den Berg" zu sein, aber das war ein Trugschluss.
Vielleicht kommt nachher die Nachbarin und erledigt die nötigen Aufgaben im Haushalt
zu denen ich im Moment nicht fähig bin. Ich habe es gerade geschafft meine
Körperpflege zu erledigen. Appetitlosigkeit und so ein leichtes Unwohlsein bestimmen
im Moment mein Befinden.
10:40 Uhr. Ich habe mir für die nächsten 4 Tage mein Medikamentendepot fertig
gemacht. Nach Einnahme der morgendlichen Ration geht es mir etwas besser, was
aber auch bedeutet, dass ich in Moment "nur" nach Einnahme der Medikamente
einigermaßen schmerzfrei leben kann. Mein Hausarzt will ja ab nächste Woche
die Schmerzmittel schrittweise reduzieren um mich wieder auf "Normalstand" zu
bringen. Hoffentlich komme ich ohne ärztliche Hilfe über das bevorstehende
Wochenende. Für mich heißt es in der jetzigen Situation weiter kämpfen und
nicht aufgeben, trotzdem mir manchmal so zu Mute ist. Diese ständigen
Rückschläge sind ziemlich entmutigend und nagen ganz schön an meinem sonst
sprichwörtlichem, immer vorhandenen Optimismus.


Sonntag, der 10. März

Es scheint ein guter Tag zu werden, denn jetzt schon am frühen Morgen scheint die
Sonne und ich habe das Gefühl heute Bäume ausreißen zu können, denn ich bin
heute Morgen absolut schmerzfrei. Das ist nach den vielen Tagen und Wochen die
wirklich immer mit mehr oder weniger starken Schmerzen begleitet waren, ein
wundervolles Gefühl
.
Bin ich jetzt über den Berg? Haben sich die Schmerzen und die OP gelohnt?
Auf jeden Fall blicke ich heute mit ganz anderen Augen in die Zukunft, zumal gestern
auch ein anderes privates Problem ein Ende gefunden hat.
Nun kann ich unbefangen an meiner weiteren Lebensplanung arbeiten und versuchen
meine Wünsche und Träume in die Tat umzusetzen. Dazu gehört natürlich auch,
dass ich nun bereit bin mich auf eine neue Partnerschaft einzulassen und zwar mit
einer Frau die sich auf ein buntes, erlebnisreiches und abwechslungsreiches Leben
mit mir einlassen könnte und die meinem Hobby, dass Reisen mit dem Wohnmobil
nicht ablehnend gegenüber steht, sondern sich von diesem schönen Leben, dass
ich seit Jahren geführt habe überzeugen lässt und es, genauso wie ich, lieben lernt.
Werde ich eine solche Frau finden? Ich hoffe es sehr!


Montag, der 11. März

Unverändert gut ist auch heute mein Befinden. Die Schmerzen sind nicht mehr
wiedergekommen, was ich natürlich mit großer Freude registriere. Die Welt sieht
nun wieder ganz anders aus und der Wunsch meine neue Lebensplanung in Angriff
zu nehmen nimmt immer mehr Gestalt an. Ich muss mich trotz aller Euphorie immer
noch etwas zurück nehmen um nicht zu schnell in alte, gewohnte Bahnen zurück
zu fallen. Jeder der Tage, Wochen, Monate und Jahre die mir noch bleiben werde ich
viel bewusster leben als zuvor. Immerhin befinde ich mich im letzten Viertel meines
Lebens und das will ich bewusst und ohne die üblichen Probleme die jedes Leben mit
sich bringt genießen. Wenn ich dann noch die Partnerin finden sollte die mit mir
zusammen noch schöne Jahre verleben möchte, wäre mein Glück vollkommen.
Vielleicht ist das Schicksal ja so gnädig und belohnt nach den vielen
Rückschlägen der letzten Monate mein standhaftes Durchhaltevermögen, dass
bestimmt manchen zur Aufgabe gebracht hätte. Auch ich hatte mich oft dabei
ertappt, dass ich mutlos, lebensmüde und aufgabebereit war. Nur mit eisernem
Willen habe ich mich immer wieder am Schopf gepackt und mich aus der Lethargie
und der beginnenden Depression gezogen.
Nun bin ich froh und glaube jetzt, dass ich alles richtig gemacht habe und kann
nun wirklich nach vorne blicken um dem Leben noch eine möglichst lange Zeit
viele schöne Stunden abzugewinnen.

Heute habe ich einen Termin bei meinem Hausarzt, der mir die Fäden ziehen und
damit beginnen will meine Schmerzmedikation allmählich herunter zu fahren.

  
  Vorher   Nachher  

Das Fäden ziehen hat ohne Schwierigkeiten geklappt und nun kann der Heilungsprozess
weiter gehen. Den neuen verminderten Medikamentenplan habe ich auch bekommen
und kann die Schmerzmittel nun nach eigenem Ermessen einsetzen. Von den starken
Bomben werde ich nun zuerst nur die Hälfte nehmen. Sollte sich kein verstärkter Schmerz einstellen wird natürlich Schritt für Schritt weiter reduziert.


Dienstag, der 12. März

Heute habe ich mir einmal die Papiere und die CD die das Krankenhaus mir mitgegeben
hat angesehen. Ein Implantat-Pass und die Röntgenaufnahmen nach der Operation.





In diesem Implantat Pass wird genau dokumentiert welche Implantate mir in die
Wirbelsäule eingesetzt wurden.
(Bild unten)



Die Röntgenaufnahmen zeigen die Stelle an, wo das Implantat eingesetzt wurde.
Die erste Aufnahme wurde direkt von hinten auf den Rücken gemacht und die zweite
Aufnahme zeigt das Bild von der rechten Seite.

Die beiden Wirbel haben sich vor der OP immer aneinander gerieben und den
taubheitseffekt in meinen Beinen hervorgerufen. Durch das Einsetzen des Implantats
ist nun der erforderliche Abstand zwischen den Wirbeln wieder hergestellt. (roter Pfeil)
Mein sehr unangenehmes taubheitsgefühl in den Beinen ist vollständig verschwunden
und somit der Sinn dieser Op voll gerechtfertigt.






Ich bin dem Operateur Herrn Doktor Naujocks von der MEDIA GREIF in Greifswald sehr
dankbar, dass er mich wieder so gut hinbekommen hat und mir mit dieser OP, die mit
gewissen Risiken und einem nicht vorhersehbaren Konflikt verbunden war, ein Stück Lebensqualität zurück gegeben hat.



Donnerstag, der 14. März

Es scheint, als wenn ich meine viele Monate andauernde Lebenskrise beginnend mit
der Krankheit und dem Ableben meiner Lebensgefährtin und der gerade durchgestandenen
ziemlich schweren Wirbelsäulen Operation nun überstanden habe. Auch eine weitere
private Situation, die mir in den letzten Wochen zu schaffen machte, konnte
ich abschließen und fühle mich nun wirklich bereit den neuen Abschnitt meines
Lebens ernsthaft in Angriff zu nehmen.
Ich durfte gestern das erste Mal nach der OP duschen und habe das sehr genossen,
zumal ich das Gefühl hatte, nicht nur meinen Körper sondern auch belastende Dinge
die auf meiner Seele lagen, mit abzuwaschen.
Meine Schmerztabletten habe ich weitgehend reduzieren können ohne das sich
erneut Schmerzen eingestellt haben worüber ich natürlich sehr froh bin.
Ich habe gestern auch in Erfahrung gebracht, dass meine drei wöchigen Rehabilitationsmaßnahmen am 29. März in der Reha-Klinik in Bad Sülze beginnen.
Das bedeutet, dass ich spätestens am Karfreitag entlassen werde und damit zu
Ostern zu Hause bin.



Die Reha-Klinik in Bad Sülze (Bild oben und unten) macht auf jeden Fall einen sehr guten optischen Eindruck und ich bin sicher, dass man dort alles tun wird um mich wieder zu
100% auf "Vordermann" zu bringen.




Montag, der 18. März

Ein schönes entspanntes Wochenende liegt hinter mir und mir geht es ausgesprochen gut.
Ein kleiner Ausflug auf die Insel Usedom und ein gutes Mittagessen bei
meinem Lieblingschinesen waren die Höhepunkte dieses Wochenendes.
Ich nehme fast keine Schmerzmittel mehr, will aber heute Nachmittag meinen Hausarzt
aufsuchen, weil ich das Gefühl habe, dass er einmal nach meiner Narbe sehen sollte.
Ich habe das Gefühl das die Platte, die unter anderem implantiert wurde, etwas
verrutscht sein könnte. Aber wie gesagt, dass ist nur ein Gefühl, aber ich will es
 um sicher zu gehen, kontrollieren lassen.
Ansonsten habe ich heute mit der Reha-Klinik telefoniert um meinen Transport in und
von der Klinik zurück nach Hause terminlich sicher zu stellen.



Das Wetter zeigt sich zwar nicht gerade von seiner besten Seite, aber dennoch sind viele Menschen auf den Beinen und genießen einen schönen Strandspaziergang am Ufer
der Ostsee.


Dienstag, der 19. März


Mein Gefühl hat mich nicht betrogen, denn auch mein Hausarzt hat festgestellt, dass
mit der Narbe bzw. mit der implantierten Platte etwas nicht stimmt. Es hat sich so etwas
wie ein Kissen gebildet das mit Flüssigkeit (Wasser/Blut oder ein Gemisch von beidem)
gebildet hat und mir beim Laufen das Gefühl gibt, irgendetwas schwabbelt mir am
Rücken immer herum. Auf Anraten meines Hausarztes habe ich mich sofort mit
meinem Operateur telefonisch in Verbindung gesetzt und die Symptome geschildert.
Heute Nachmittag habe ich einen Termin bei ihm bekommen, wo aller Wahrscheinlichkeit
nach dieses "Kissen" punktiert werden soll. Es ist ziemlich dringend, denn wenn das
Kissen platzen sollte besteht die Möglichkeit , dass die Wunde dann nicht mehr
vernünftig heilen kann und weiterhin Schwierigkeiten bereitet. So die Aussage des
Arztes.
Für mich bedeutet es, einen weiteren Rückschlag hinnehmen zu müssen. Als wenn
ich nicht schon genug negative Ereignisse in den letzten Monaten zu bewältigen
hatte. Nimmt das denn gar kein Ende ...


Mittwoch, der 2ß. März (Frühlingsanfang)

Lächle, sei froh, denn es könnte schlimmer kommen!
Ich lächelte, ich war froh und es kam schlimmer ...


Ja, dieser Spruch trifft genau das, was sich gestern ergeben hat.
Der Arzt hat die Stelle an der sich die Flüssigkeit angesammelt hat punktiert und
die abgesaugte Flüssigkeit entpuppte sich als Nervenwasser. Das bedeutet, dass sich
irgendwo an der Knochenmarkhülle ein Leck befindet das schnellstens
geschlossen werden muss. Nach Aussage des Arztes darf das Nervenwasser sich
keinen Weg nach oben, also in das Gehirn suchen, denn dann würde eine sofortige
Notoperation nötig werden. Anzeichen dafür wären einsetzende Kopfschmerzen die ich
sofort an die Notfallnummer melden müsste um die OP ohne Zeitverzögerung
vorzubereiten. Da das Nervenwasser aber zur Zeit neben der Narbe am Rücken ein
so genanntes Auffangbecken gefunden hat besteht noch keine Lebensgefahr.
Diese Lebensgefahr würde nur bestehen, wenn der oben geschilderte Fall eintreten
würde.
Nun aber wurde die erneute Operation auf Mittwoch den, 27. März angesetzt. Das heißt,
dass ich mich wieder am Dienstag, den 26. März im Krankenhaus einzufinden habe
und dort die mir schon bekannte Aufnahmeprozedur über mich ergehen lassen muss.
Dieser erneute Rückschlag hat mich gestern beinahe an den Rand eines
Nervenzusammenbruchs gebracht. Auch alle logistischen Dinge, wie das verschieben
des Reha Termins usw. werden von der Klinik erledigt.
Alle meine Träume und Pläne sind nun wieder in weite Ferne gerückt und so langsam
stellen sich massive Zweifel ein, das alles wieder gut wird und ich mein Leben ohne
weitere Komplikationen fortführen kann.

Lohnt es sich überhaupt noch zu kämpfen und bringe ich die Kraft dafür auf?
In den langen schlaflosen Nachtstunden nehmen die Gedanken an Aufgabe
immer öfter Gestalt an, zumal ich immer das Gefühl habe einen Absturz von
100 auf 0 zu erleben zu müssen.
Mein Leben war bisher immer leicht und ohne nennenswerte Störungen verlaufen und
so fällt es mir von Tag zu Tag immer schwerer die momentane Situation zu meistern,
wobei das "Alleinsein" eine nicht unwesentliche Rolle spielt.
Ich hoffe, dass ich weiterhin die Kraft und denn Biss besitze aus diesem dunklen Tal
heraus zu finden ...



Donnerstag, der 21. März

Ich merke wie meine Antriebslosigkeit immer mehr zunimmt und meine positive
Einstellung in die Zukunft immer mehr abnimmt. Ich hatte heute morgen nicht mal
mehr Lust aufzustehen und wollte einfach im Bett liegen bleiben.
Noch gelingt es mir immer wieder mich am Schopf zu packen und aus den dunklen
Gedanken heraus zu ziehen. Ich habe das Gefühl auch körperlich zu schwächeln, was
ich aber an der starken nervlichen Belastung fest mache. Die Mutlosigkeit und
die Zukunftsängste nehmen deutlich zu, vor allem in diesen Tagen wo keine
positivenEreignisse stattfinden, sondern wo die Tage von Warten und Grübeln
erfüllt sind.
Es ist eine schlimme Zeit die ich zur Zeit leider durchmachen muss. Hinzu kommt
noch, dass ich mich kaum jemanden mitteilen kann der meine Ängste und
Besorgnisse versteht. Ich bin praktisch gezwungen, letztendlich alles mit mir
alleine ausmachen zu müssen und das überfordert mich, besonders heute morgen,
deutlich.
Ich hoffe im Laufe des Tages wieder auf andere Gedanken zu kommen die mich
an einen Erfolg für ein zukünftiges lebenswertes Leben glauben lässt.



Freitag, der 22. März

Und wieder steht ein Wochenende vor der Tür an dem ich allein mit meinen Gedanken
die Tage verbringen muss. Vielleicht raffe ich mich heute auf und fahre zum
Einkaufen in die Stadt. Das wird ein wenig Abwechslung in meinen, zur Zeit ziemlich
tristen, Alltag bringen. Ich hatte gestern Abend noch meinen Hausarzt angerufen da
ich plötzlich ein sehr starkes Ohrenrauschen bemerkte. Ich dachte, dass die
Kopfschmerzen, die ich ja auf keinen Fall haben darf, sich dadurch ankündigten.
Der Arzt beruhigte mich aber und entschärfte die in mir aufsteigende Panik.
Er bestätigte mir, dass man in der Situation in der ich mich befinde, auf jedes
kleine ungewohnte Anzeichen sehr sensibel reagieren würde.
Also heißt es weiter warten und hoffen das die Kopfschmerzen die zu einer
Notoperation führen würden weiterhin ausbleiben.



Sonntag, der 24. März

Nun ist es bald wieder soweit und der Einzug zu der erneuten OP im Kreiskrankenhaus
Wolgast steht an. Am Dienstag werde ich gegen 09:00 Uhr vom Fahrdienst abgeholt
und zum Krankenhaus gefahren, wo dann am Mittwoch früh die OP ausgeführt wird.
Ich hoffe, dass dieses Mal alles viel besser klappen wird und ich endlich Gewissheit
bekomme, wie und ob mein Leben anschließend in "normalen" Bahnen weiter
gehen kann.





Das Wolgaster Krankenhaus, das auf den neuesten Stand umgebaut wurde.

Am späten Vormittag habe ich noch einen kleinen Spaziergang zum Hafen unternommen
und bei diesigem, leicht nebeligen Wetter sind die folgenden Aufnahmen entstanden.












Der nahende Frühling läßt sich, wie man an den folgenden Bildern sieht, nun nicht mehr verleugnen.

  


  


  


  


  

Inzwischen hat das Wetter etwas aufgeklart, die Fischkutter sind von See zurück
gekommen und löschen nun den Fang, der überwiegend aus Hering besteht.









Teilweise wird der Fisch direkt geräuchert und an den Mann/Frau gebracht. Ein
leckerer Geruch nach geräuchertem Fisch liegt über dem Hafen und läßt einem das
Wasser im Mund zusammen laufen.














Dienstag, der 26.März

Nun ist es soweit, denn heute gegen 09:00 Uhr werde ich vom Fahrdienst ins
Krankenhaus gebracht, wo ich mich Morgen früh einer weiteren OP unterziehen muss.
Ein wenig "Bammel" habe ich schon, hoffe aber, dass dieses Mal alles gut gehen wird.
Wenn ich nach dem Aufwachen wieder bei klarem Verstand sein sollte, werde ich mich
an dieser Stelle wieder melden und hoffen positive Nachrichten schreiben zu können.
11:00 Uhr.
Die Aufnahmeprozedur habe ich schon hinter mich gebracht und die ersten
Untersuchungen sowie Blutabnahme, EKG usw. sind auch schon im Kasten.
Ich habe mich auch technisch eingerichtet und bin meistens Online. Das Wlan kostet
hier in der Klinik nichts und so kann ich unbegrenzt surfen. Noch bin ich guter Dinge wie
man auf dem folgenden Bild sieht.





Mittwoch, der 27. März

Es Ist 06:00 Uhr in der früh und nach einer unruhigen Nacht bereite ich mich nun
mental auf die heutige OP vor. Frühstück gibt es heute nicht denn ich muss
nüchtern bleiben. Dieser Hinweis wurde auch von der Nachtschwester an meinem Bett
angebracht, damit die Frühschicht mir nicht aus versehen doch ein Frühstück
serviert.



Vielleicht kann ich mich am Nachmittag nach der hoffentlich gelungenen OP wieder
"bei klarem Verstand" hier melden ...


Donnerstag, der 28. März


Gestern nach der OP war ich nicht in der Lage mich zu melden. Ich war sehr lange
weggetreten und hatte kein Zeitgefühl mehr. Aber nun bin ich wieder klar im Kopf
und man sagte mir, dass ich bis Freitag Bettruhe einzuhalten habe. Also, waschen im
Bett, frühstücken im Bett usw. alles für mich ungewohnte Dinge. Im Bett habe ich
eigentlich bisher immer nur andere Dinge veranstaltet ...
Wie man sieht ist mir mein Humor noch nicht abhanden gekommen!
19:45 Uhr
Mir geht es sehr gut und ih bin schmerzfrei. Morgen um 18:00 Uhr darf ich ds erste
 mal aufstehen. Darauf freue ich mich schon, denn das lange Liegen geht mir
allmählich auf den Sender. Immerdin halten mich die vielen Genesungswünsche
 von meinen Frwunden bei Laune.


Freitag, 29. März


Heute Abend um 18:00 Uhr ist die Zeit gekommen an der ich das Bett das erste Mal
nach der zweiten OP verlassen darf.
Gestern Abend gegen 21:00 Uhr kam noch mein Operateur Herr Dr. Naujocks zu mir
und hat mich über die Maßnahmen aufgeklärt die während der zweiten OP passiert sind.
Es wurden also beide Implantate wieder entfernt und mit mehreren Plastikstreifen
der Muskel mit der Haut vernäht und geklebt. So jedenfalls habe ich als Laie seine
Aufführungen verstanden. Am Sonntag Abend will er noch einmal zur Kontrolle vorbei
schauen um mich dann am Montag aus dem Krankenhaus zu entlassen.
Die wenigen Schmerzen sind nur noch Wundschmerzen und so bin ich eigentlich im
Moment mit der Entwicklung sehr zufrieden.
Essen und Trinken schmeckt und meine Lebensgeister sind positiv gestimmt.
Nun heißt es einfach abwarten was die am 18. April beginnende REHA für Fortschritte
bringt ...
 18:00 Uhr.
Pünktlich, aber unter Einhaltung der vorgeschriebenen Bettenruhe habe ich um
18:00 Uhr das Bett verlassen und bin nach 2 Tagen endlich mal wieder in die
vertikale Stellung, d.h. ich konnte aufstehen und ein paar Schritte machen.
Erst einmal war ordentlich Waschen angesagt, dann neue Klamotten angezogen und
mich dann auf den Gang begeben wo ich dann einige Male hin und her ohne
Schwierigkeiten gelaufen bin.
Ich fühle mich nun so richtig als neuer Mensch und sehe das erste Mal seit langem
der Zukunft positiv entgegen. Natürlich will ich nicht gleich wieder zu euphorisch werden,
denn die nahe Vergangenheit hat mich gelehrt den kommenden Dingen mit Skepsis
entgegen zu sehen.


Sonnabend, der 30. März

Auch heute Morgen hat sich mein Zustand weiterhin positiv stabilisiert. Meine
Schmerzen sind wie weggeblasen und ich empfinde nach Wochen endlich wieder
ein neues Lebensgefühl. Natürlich will ich die "rosarote" Brille noch nicht aufsetzen,
denn die diversen Rückschläge der vergangenen Monate lassen mich nun sehr
vorsichtig an Dinge herangehen die sich zunächst als gut darstellen.
Das ich nun wieder herumlaufen kann und mich ganz normal bewegen kann ist schon
in meinem Gefühl ein großes Geschenk das ich zu würdigen weiß.
Wenn morgen Abend mein behandelnder Arzt auch noch grünes Licht geben sollte,
dann kann ich am Montag nach Hause gehen und mich auf die REHA vorbereiten.


Sonntag, der 31. März

Gestern Abend gegen 20:00 Uhr kam noch einmal Dr. Naujocks zu mir in die Klinik
zur Begutachtung der Operationsnarbe und war sehr zufrieden. Nun werde ich also
definitiv am Montag nach Hause entlassen. Das ist natürlich für mich ein Grund zur
Freude weil ich damit auch das Ende meiner nicht unerheblichen Leidenszeit sehe.
Alle weiteren zukünftigen Maßnahmen wie REHA usw. werde ich unter der Rubrik
 "Pille-Palle" abhaken.
Die nächtliche Zeitumstellung auf die Sommerzeit ist ohne große Wirkung vonstatten
 gegangen, abgesehen davon das es eine Stunde weniger Schlaf gab.

Das allerneueste was es zu berichten gibt ist, dass ich mich nun doch fest entschlossen
habe mir wieder ein Wohnmobil zuzulegen. Nach einigen, langwierigen Verhandlungen
ist es soweit, dass ich mir am kommenden Donnerstag ein LMC Wohnmobil, dass ich
schon seit langem im Auge hatte, zu einem günstigen Preis, meinem vorgesehenen
Budget entsprechend, erwerben konnte. Wie gesagt, am Donnerstag werde ich das
Fahrzeug abholen und dann damit beginnen es nach meinen Vorstellungen
einzurichten. Hier einige Bilder von meiner gebrauchten Neuerwerbung:












Da mir ja mein Arzt gesagt hatte, dass die REHA aus medizinischen Gründen nicht
unbedingt nötig sei, bin ich nun schon fast dazu bereit diese "sausen" zu lassen und
mich lieber wieder mit dem Wohnmobil auf Reisen zu begeben. Wer weiß wie viele
Jahre noch bleiben um bei einigermaßen Gesundheit dieses schöne Hobby
auszuführen. Es ist ja schließlich so, dass im Alter die Zeit gefühlsmäßig immer
schneller läuft und jeder Tag den man so schön verbringen kann sollte man
als Geschenk ansehen.


Montag, der 1. April (April,April)

Meine Entlassung aus dem Krankenhaus steht kurz bevor. Ich bekomme noch ein
Mittagessen und dann, wenn meine Papiere fertig sind, werde ich mit dem
Fahrdienst nach Hause gebracht. Gegen 11:00 Uhr bekomme ich Nachricht vom
Verkäufer des von mir ausgesuchten Wohnmobils um noch einige kleine Details
zu klären. Am Donnerstag, oder vielleicht auch schon am Mittwoch hole ich das
Wohnmobil dann ab. Soweit der Plan ...
Ich habe am Nachmittag mit dem Besitzer des LMC noch einmal nachverhandelt und
konnte den aufgerufenen Preis noch einmal um einige Euros drücken.
So habe ich nun den Preis um 1500,00 Euro unter dem zunächst aufgerufenen
Verkaufspreis drücken können. So sollten beide Seiten mit dem Ergebnis zufrieden sein.
Mit meiner Versicherung habe ich schon gesprochen und der erforderliche EBV Code
für ein Kurzzeitkennzeichen habe ich per Email zugeschickt bekommen.


Dienstag, der 2. April

Der Weg durch die KFZ-Zulassungsstelle entpuppte sich nicht nur wie ein
Hürdenlauf sondern eher wie ein ausgewachsener Hindernislauf. Rund 4 Stunden
hat es gedauert bis ich endlich die Kurzzeitkennzeichen in der Hand hatte. Eine
Bürokratie die schon fast ans lächerliche grenzt. Ich habe schon fast keine Lust mehr
die Strapazen der weiten Reise nach Bielefeld zu unternehmen zumal ich auch
wieder Schmerzen beim Autofahren bekommen habe. Ich habe ja einen guten Freund
aus Berlin angeheuert, der mit mir die Fahrt unternehmen will und das Wohnmobil
zumindest bis Berlin fahren wird. Mein PKW wird Karin meine große Hilfe und Vertraute
steuern, so das ich mich mehr oder weniger nur als Beifahrer die meiste Zeit
betätigen muss.
Das heißt also, dass ich Morgen nach Oranienburg fahre und am Donnerstag früh den
Wolf, so heißt mein Helfer, in Berlin aufnehme. Dann geht es zu dritt nach Bielefeld
und die Rückfahrt wird dann nach der Übernahme des Fahrzeugs noch am
Donnerstag Nachmittag stattfinden.
Soweit der Plan, der jetzt nur noch mit allen Beteiligten koordiniert werden muss.

Alles hat sich mal wieder geändert und die ganze oben beschriebene Aktion ist
abgeblasen.
Warum? Ich werde Morgen darüber berichten ...


Mittwoch, der 3. April

Mein großer Traum, schon zum greifen nahe, ist nun wieder zerplatzt, denn meine
Schmerzen sind so stark geworden das ich mich kaum bewegen kann. Aber ich will
der Reihe nach erzählen.
Als ich am Montag aus dem Krankenhaus entlassen wurde war die Welt noch in Ordnung
und ich war voller Elan und habe schon meine Taschen und die Gasflaschen gepackt
um aus Bielefeld das Wohnmobil abzuholen. Alles war organisiert und ich hatte
2 Fahrer die mich dabei unterstützet hätten. Bei diesen Vorbereitungen habe ich
mal wieder übertrieben und in meiner Euphorie und der Vorfreude mich selbst
überschätzt. Gestern hatte ich schon die Kurzzeitkennzeichen besorgt um das
Wohnmobil zu überführen.
Seit gestern morgen begannen dann die starken Schmerzen wieder
bei denen sogar meine Medikamente nicht mehr wirkten. Heute habe ich also
die ganze Aktion abgeblasen, denn ich kann mich kaum bewegen. Ich werde nun
2 Tage abwarten ob eine Besserung meines Zustandes eintritt. Sollte das der Fall
sein werde ich ganz vorsichtig und ohne viel Anstrengung abwarten bis ich wieder
richtig gesund bin.
Sollte aber nach den 2 Tagen keine Besserung eingetreten sein werde
ich meinen Arzt konsultieren um weitere Schritte einzuleiten. Meine größte Angst
wäre es zum dritten Mal in die Klinik zu müssen, aber ich will im Moment nicht zu
 schwarz sehen und abwarten.
Das mein Traum nun wieder durch diesen Rückfall geplatzt ist die andere Seite
der Medaille. Ich hoffe dennoch das irgendwann mal meine Pechsträne ein Ende
haben wird und ich doch noch ein lebenswertes Leben erleben darf.

Mein Taummobil (Bilder weiter oben) wird natürlich nicht darauf warten bis ich wieder gesundheitlich soweit hergestellt bin um es doch noch zu kaufen.
Sehr schade ...


Donnerstag, der 4. April

Die Achterbahnfahrt in meinem momentanen Leben nimmt einfach kein Ende.
Seit gestern Mittag sind meine Schmerzen so gut wie verschwunden bzw. sind in
einem erträglichen, ständig besser werdenden Zustand. Habe ich mal wieder zu
schnell das Handtuch geworfen? War ich mal wieder viel zu ungeduldig?
Immerhin rief mich gestern Abend der Verkäufer meines Traummobils an um mich zu
bitten für ihn hier oben an der Ostseeküste ein Haus zu suchen, wo er dann
leben möchte. Wenn ich etwas gefunden habe würde er mit dem Womo hierher
kommen um das Objekt zu besichtigen. Unabhängig davon ob ich das Fahrzeug
kaufe oder nicht, könnte ich es auf jeden Fall unverbindlich besichtigen bzw.
Probe fahren. Damit hätte sich das Problem der langen Anfahrt nach Bielefeld für mich
erledigt. Wird mein Traum nun doch noch wahr?
Auf jeden Fall werde ich heute einen mir bekannten Immobilienmakler konsultieren
der hier in der Gegend mehrere Objekte, die eventuell in Frage kommen, im
Angebot hat.


Sonnabend, der 6. April

Eine tief einschneidende Veränderung hat sich gestern in meinem Leben ergeben.
Ich hätte nie gedacht, dass Menschen so hinterhältig und verlogen sein können.
Einerseits bin ich sehr traurig und enttäuscht, aber andererseits bin ich sehr froh
darüber einen schwer wiegenden Fehler noch rechtzeitig korrigiert zu haben.
Einzelheiten darüber möchte ich allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt
öffentlich machen.
Die ganze Enttäuschung und Aufregung über den Vorfall über den ich später berichten
werde hat dazu geführt, dass sich meine Schmerzen wieder eingestellt haben und am
Abend ist die Wunde aufgeplatzt und hat jede Menge eitriges Sekret frei
gegeben. Im Vorfelde hatte mich der Doktor informiert, sollte dies eintreten sofort
 die 112 anrufen, denn es könnte Lebensgefahr bestehen. Natürlich bin in Panik geraten,
hebe schnell die nötigsten Sachen zusammen gesucht und ab ins Krankenhaus
nach Wolgast.
Mein Arzt hatte inzwischen von Greifswald aus das OP Team aktiviert und er
selbst kam auf dem schnellsten Weg auch nach Wolgast. Nun ging alles ganz schnell
und ehe ich mich versah lag ich auch schon auf dem OP Tisch und wachte gegen
23:00 Uhr nach erfolgtem Eingriff auf der Intensiv Station noch ziemlich
 benebelt auf.


Das Foto hat die OP Schwester freundlicherweise mit meinem Smartpfone gemacht.


Sonntag, der 7. April

Wie nun alles weiter geht und was genau gemacht wird werde ich erst Morgen
am Montag früh bei der Visite erfahren. Ich weiß nur soviel, dass sich die Wunde stark
entzündet hat und nun in mehreren kleinen OPs immer unter Vollnarkose mit
entsprechenden Medikamenten behandelt wird und ich laut Aussage des Arztes
in einigen Wochen "wieder wie ein junges Reh" springen würde.
Natürlich ist dieser erneute Rückschlag nicht ohne Folgen auf mein
angeschlagenes Nervensystem geblieben zumal auch die privaten unschönen
Ereignisse einen nicht unwesentlichen Beitrag zu meinem jetzigen Befinden
 beigetragen haben.

    
Montag, der 8. April

Gestern Abend hat mein Operateur Herr Doktor Naujocks bei mir nach dem rechten
gesehen und mich zunächst einmal über die weiteren Schritte aufgeklärt.
Mit den Worten: Erst die gute oder erst die schlechte Nachricht Herr Weber ?
Ich habe mich zuerst für die gute Nachricht entschieden die besagte, dass der
Eiterabszezz nicht tiefgründig die Wirbelsäulen OP angegriffen, sondern "nur"
oberflächig unter der Narbe zwischen Haut und Muskeln angesiedelt hatte.
Er lobte meine Entscheidung sofort gehandelt zu haben um die unbedingt
notwendige Notoperation ausführen zu lassen.
Und nun die schlechte Nachricht.
Alle drei Tage wird ein kleiner Schwamm der mit Unterdruck in der offenen Wunde
plaziert ist unter Vollnarkose gewechselt werden. Zusätzlich ist ständig eine
elektrische Unterdruckpumpe mit einem ca. 2 Meter langem Schlauch an der
Wunde angeschlossen. Auf diese Weise wird der bakterielle Eiterherd nach und
nach entfernt. Die ganze Prozedur wird sich nach der Voraussage des Arztes
mindestens drei Wochen lang hinziehen und so habe ich die Chance Ende
April als endgültig geheilt nach Hause entlassen zu werden.
Meine Pläne und Täume bezüglich des Wohnmobilkaufs sind nun zwangsläufig
erst einmal zurück gestellt.
Morgen am Dienstag, wird nun zum ersten Mal der Schwamm gewechselt und ich
hoffe die Vollnarkose, wieder wie gehabt, gut zu überstehen.



Dienstag, der 9. April

Nun habe ich endlich eine neue Freundin gefunden die immer bei mir bleibt und auch
treu ist. Sie heißt "Unterdruckpumpe" und wird mich für die nächsten drei Wochen
begleiten und mir zur Seite stehen/liegen. Jetzt auf diesem Foto fällt mir auf das ich
doch ganz schön an Gewicht verloren habe, was aber nicht so schlimm ist, denn ich
wollte schon immer so schön schlank sein. Sicherlich hat die ständige körperliche und
vor allem die seelische Belastung der letzten Wochen und Monate dazu
beigetragen.


Darf ich vorstellen: Meine treue Freundin "Unterdruckpumpe" und ich bei einem kleinen Bummel durch
die Krankenhausgänge.

Heute im laufe des Tages werde ich den ersten von ca. acht Eingriffen in die offene
Wunde unter Vollnarkose genießen dürfen. Dabei wird der kleine Schwamm,
dessen Aufgabe es war das Sekret aufzusaugen, gegen einen neuen ausgetauscht.
Dieser Austausch wird nun alle drei Tage gemacht und zwar aus dem Grund,
dass die Schwämme keine Chancen bekommen festzuwachsen.
12:00 Uhr.
Der Eingriff ist schon wieder vorbei. Um 09:00 Uhr wurde ich von der Station aus in
den OP gebracht. Bekleidet mit den äußerst modischen berühmtem Krankenhaus
A....hemden und natürlich nüchtern wartete das OP-Team schon auf ihr Opfer, in
dem Fall ich. Jetzt um 12:00 Uhr bin ich schon wieder putzmunter und hungrig auf
der Station zurück. Alles ist gut gegangen und auch die Aussage des Arztes klingt
sehr positiv. Natürlich werde ich weiterhin laufend mit Antibiotika und
Schmerzmittel versorgt. Am Freitag wird dann der nächste Eingriff, auch wieder
unter Vollnarkose, ausgeführt. Bis dahin bleiben mir nun zwei Tage zur Erhohlung.



Mittwoch, der 10, April

Die ganze Nacht haben mich Schmerzen, die gerade noch erträglich waren, gequält.
In solchen Momenten kommt immer wieder das Gefühl der Mutlosigkeit zurück
und ich muss mir immer wieder Mut zusprechen um nicht den Bick nach vorne zu
verlieren. Die heutige Visite hat ergeben, dass die Schmerzmittel ab sofort von
Tropf auf Tabletten umgestellt werden. Die Begutachtung der Wunde durch den
Arzt hat ergeben das er sehr zufrieden mit dem Heilungsverlauf ist.
In den nächsten gut zweieinhalb Wochen heißt es abwarten, Geduld haben und
darauf hoffen, dass alles wie geplant voran geht. Am Freitag wird der nächste
Wechsel des Schwamms stattfinden und dann weiter alle drei Tage die
gleiche Prozedur.
Moralische Unterstützung bekomme ich ab und zu von Freunden und Bekannten
die mich immer wieder ermutigen alles durchzustehen.
Wenn ich aus dem Fenster sehe, erkenne ich in dem parkähnlichen Gelände des
Krankenhauses wie schnell die Natur nun ziemlich schnell die Büsche und Bäume
zum blühen gebracht hat und alles von Tag zu Tag grüner wird.


Donnerstag, der 11. April

Ein Blick aus dem Fenster, ich dachte nicht richtig zu sehen, zeigte mir einen
ausgewachsenen Schneeregen, der jetzt um 10:00 Uhr immer noch anhält.
Die Umstellung meiner Schmerzmittel und Antibiotika von Tropf auf Tabletten
hat tatsächlich dazu geführt, dass meine Schmerzen bei bestimmten Bewegungen
viel weniger geworden sind. Wurde ja auch mal Zeit das es etwas positives zu
berichten gibt.
Morgen wird, wenn nichts dazwischen kommt, Claudia kommen und mir noch
einige unbedingt benötigte Sachen von zu Hause mitbringen. Ich sehe dem
morgigen weiteren operativen Eingriff entspannt entgegen, denn ich weiß mich
hier in guten Händen zumal morgen Doktor Naujocks der Operateur sein wird.
Ich bin jeden Tag wieder von den vielen Genesungswünschen die mich erreichen
sehr beeindruckt. Vielen Dank dafür!
Und hier meine, mit mir eng verbundene, Freundin die Unterdruckpumpe.





Freitag, der 12. April

Es geht mir insgesamt nicht sehr gut. Appetitlosigkeit und ein komisches Gefühl
das ich nicht näher beschreiben kann hat von mir Besitz ergriffen. Ich habe immer
mehr das Gefühl das meine Zeit langsam abläuft. Die Euphorie der vergangenen
Monate, nach meiner Wiederherstellung noch einmal durchzustarten, ist wie
weggeblasen und mein Allgemeinzustand wird immer schlechter. Ich glaube das ist
nicht nur eine der Auf- und Ab Phasen die ich in letzter Zeit an mir bemerkt habe,
sondern entwickelt sich immer mehr zu einem Normalzustand.
Die Gedanken kreisen immer wieder um das eine Thema: Geht mein Leben
langsam zu Ende und sind das die Vorzeichen davon?
Ich habe keine Angst vor dem Ende und oft denke ich sogar daran wie schön es
wäre alles hinter sich zu lassen und wenn möglich friedlich und ohne Schmerzen
einzuschlafen. Ich hätte niemals gedacht, dass ich einmal so denken könnte
und so eine gewisse Todessehnsucht in mir spüre.
Auf jeden Fall habe ich alles geordnet und würde klare Verhältnisse hinterlassen,
was Testament usw. betrifft. Patientenvollmacht und Vorsorgeverfügung liegen
ebenfalls bei meinen Papieren die sich hier im Krankenhaus befinden.
Zu meinem eigenen Erschrecken hänge ich im Moment weniger am Leben als
ich noch vor Wochen/Tagen vermutet hätte. Es würde mir in meinem jetzigen
Zustand sehr leicht fallen für immer zu gehen.
Die Vorbereitungen für den heutigen Eingriff werden getroffen und ich hoffe,
dass Claudia, die heute von Kiel aus kommt um mich zu besuchen, nicht
gerade dann kommt wenn ich noch in Narkose liege, denn ich habe noch einiges
mit ihr zu besprechen.

Mein soeben beschriebener Gemütszustand ist natürlich nur das, was ich im
Moment, das heißt, seit gestern Abend empfinde. Natürlich hoffe ich, dass auch
diese Phase vorbei geht und sich alles zum Guten wenden wird.


Sonnabend, der 13. April

Der Eingriff gestern war nach Aussage des operierenden Arztes ein voller Erfolg
und der Heilungsprozess geht besser als zunächst vermutet voran. Die Ärzte
überlegen den nächsten Eingriff am Montag schon mit örtlicher Betäubung statt
unter Vollnarkose durchzuführen.
Auf Grund dieser guten Nachrichten hat sich auch meine depressive Stimmung
um einiges verbessert. Ich will aber nicht gleich wieder zu euphorisch werden,
denn die Erfahrung mit den Rückschlägen in den letzten Wochen haben mich
gelehrt in Ruhe abzuwarten bis tatsächlich feststeht das nun der Zeitpunkt
gekommen ist aufzuatmen und um neue Pläne ins Auge zu fassen.
Claudia hat mich zu meiner großen Freude auch besucht und mir noch ein paar
Sachen und auch Süßigkeiten mitgebracht.



Heute wird sie noch einmal kommen und sich um mich kümmern. Auch diese
Besuche tragen dazu bei, dass ich mich gut fühle und die negativen Gedanken
erst einmal von mir wegschieben konnte.
 Der Eingriff gestern hat auch dazu geführt das meine Schmerzen die
mich seit Wochen quälten nun fast völlig verschwunden sind und auch der
Appetit hat sich wieder fast normal eingestellt.
Auch aus meinem privaten Umfeld gibt es nur erfreuliches zu berichten und so
glaube ich allmählich daran, dass sich doch noch alles zum Guten
wenden kann, zumal sich meine Stimmungsschwankungen im Hinblick auf die
Zukunft auch langsam normalisieren.
Ich wäre wirklich sehr glücklich wenn sich alles in diesem Tempo positiv
weiter entwickeln würde und das ich die Geduld die ich in den letzten Wochen
und Monaten lernen mußte, mich nicht verläßt und mich nicht wieder zurück in
die chaotischen Angstzustände bringt.


Sonntag, der 14. April

Wieder habe ich die Nacht einigermaßen schmerzfrei hinter mich gebracht und nach
einem guten Frühstück, dass immer schon kurz nach 06:00 Uhr serviert wird,
mit frischen Brötchen, Schinken und Marmelade, kann der Tag beginnen.



Gestern am Nachmittag war Doktor Naujocks noch einmal bei mir und hat mir
berichtet das alles sehr gut aussieht und das geplant ist am
Montag bei einem kleinen Eingriff den Schlauch zu entfernen und die Wunde
zugenäht wird.
Drei bis vier Tage später soll ich dann nach Hause entlassen werden.
 Hoffentlich ist dann wirklich alles ordnungsmäßig soweit verheilt das nicht
wieder Komplikationen auftreten.
Claudia hat heute mal ein Foto von meinem Rücken gemacht wo der Schlauch
der zu meiner Freundin der Unterdruckpumpe führt, hermetisch und vakuumiert
auf der Wunde am unteren Rücken über dem Po befestigt ist.
Von hier aus wird pausenlos ein Unterdruck erzeugt damit keine Fremdkörper in
die Wunde gelangen können und das Sekret abgepumpt und mit Antibiotika
gespült werden kann.
Ist auf jeden Fall nicht sehr lustig!


Und das ist der bewußte Schlauch der hermetisch abgeschlossen in meiner Wunde oberhalb des Po s am
unteren Teil der Wirbelsäule befestigt ist. Dieser Schlauch ist mit der Unterdruckpumpe verbunden die
kontinuierlich Tag und Nacht zuverlässig arbeitet.



Montag, der 15. April

Ja, heute oder morgen ist es wieder soweit. Wahrscheinlich wird an einem der
beiden Tage nun der Unterdruckschlauch entfernt und die Wunde zugenäht
werden. So jedenfalls die Aussage des Arztes gestern.
Wie gesagt das war gestern und nun bin ich gespannt und natürlich auch wieder
etwas aufgeregt was passieren wird. Zwischen den Zeilen habe ich vernommen,
dass dieser Eingriff evtl. nur mit örtlicher Betäubung ausgeführt werden soll.
Naja, solange es nicht weh tut soll es mir recht sein ...

10:00 Uhr.
Die Visite ist vorbei und nun steht fest, dass der Eingriff, den Schlauch der zur
Pumpe führt zu entfernen, erst morgen ausgeführt wird.
Heute soll noch einmal ein Bluttest durchgeführt werden um festzustellen ob der
Keim durch die in den letzten Tagen durchführten Maßnahmen nun wirklich
abgetötet wurde.
Sollte das der Fall sein wird die Wunde zugenäht und 3-4 Tage später kann ich
nach Hause entlassen werden, wo dann eine Woche später die Fäden vom
Hausarzt gezogen werden.
In der Hoffnung, dass sich die ganze Quälerei, die Schmerzen und die vielen
Eingriffe letztendlich auch gelohnt haben, wäre es sehr schön wenn nun wirklich
diese schlimme, nervenaufreibende Zeit ein gutes Ende finden würde.



Dienstag, der 16. April

Heute steht mir die Trennung von meiner besten Freundin, der Unterdruckpumpe
bevor. Immerhin hat unsere Verbindung 10 Tage gedauert und war mit intensiver
Hassliebe erfüllt. Hass deswegen weil in den Nächten immer die Gefahr bestand
das sich der Schlauch im Schlaf um meine Beine wickeln könnte und bei unbedachten Bewegungen wie strecken usw. der Schlauch aus den Rücken hätte herausgerissen
werden können. Liebe hingegen habe ich empfunden das die Pumpe, im schlimmsten angenommenen Fall, dazu beigetragen hat mir das Leben zu retten.

Der operative Eingriff wird innerhalb der nächsten Stunden vorgenommen und so
habe ich jetzt, um 06:15 Uhr, noch etwas Zeit mich mental darauf vorzubereiten.
Wie vor jedem der zahlreichen Eingriffe in der letzten Zeit muss ich auch heute
wieder nüchtern bleiben und zunächst auf mein Frühstück verzichten.
Meine Hoffnung und die Aussage des Arztes Dr. Naujocks, der gestern, aus
Greifswald kommend, noch einmal nach mir gesehen hat lassen in mir eine
gewisse positiveStimmung zu, dass alles wie geplant klappen wird und der
Keim tatsächlich durch die in den letzten Tagen durchgeführten Maßnahmen
entfernt werden konnte.


Ich werde mich dann nach gelungenem Eingriff, wenn ich wieder wach und klar
im Kopf bin, an dieser Stelle melden.

14:10 Uhr.
Mit noch matschiger Birne und weichen Knien bin ich aus der Wachstation nun
wieder in meinem Zimmer auf der Station gelandet.
Meine Freundin und damit auch den Schlauch mit dem ich mit ihr verbunden war
bin ich los und mit einem kleinen Gefühl von neu empfundener Freiheit starte
ich jetzt in die nächsten Tage. Wie schön, dass ich mich nun nicht mehr so
"angebunden" fühle und die neue Bewegungsfreiheit genießen kann.



Mittwoch, der 17. April

Es war recht ungewohnt, alleine ohne meine Freundin, die Nacht zu verbringen.
Es war natürlich ein entspannter Schlaf ohne immer auf den Schlauch zu achten.
Der von mir erwartete Wundschmerz ist weitgehend ausgeblieben nur ab und zu
merke ich so ein unangenehmes Ziehen welches aber, da bin ich sicher, auch
bald verschwinden wird. Ich bin auf die Visite gespannt wo ich wieder einige
Informationen zu bekommen hoffe was die gestrige OP, aber auch den
weiteren Verlauf betrifft.

08:10 Uhr
Die Visite hat ergeben das die Ärzte mit dem Verlauf der OP zufrieden waren und
mir nun einige Maßregeln, für mein Verhalten beim Heilungsprozess, verordnet
haben. Ich muss also in den nächsten Tagen und Wochen äußerst vorsichtig mit
meinen Bewegungen sein bis die Wunde wirklich endgültig verheilt ist. Es darf sich
in dem entstandenen Hohlraum am Rücken kein Wasser ansammeln. 
Wenn ich mich daran halte sollte in wenigen Wochen, falls nicht wieder
Komplikationen auftreten, alles wieder endgültig in Ordnung sein.
Wenn man den Faktor, das die Ärzte immer etwas übertreiben, abzieht hört sich
das alles doch schon sehr gut an. Natürlich werde ich mich akribisch an die
Vorgaben halten, denn ich habe wahrlich keine Lust mehr noch einmal hier zu
landen und weitere Eingriffe und Schmerzen ertragen zu müssen.


Der genaue Zeitpunkt meiner Entlassung aus dem Krankenhaus wurde noch nicht
festgelegt.



Donnerstag, der 18. April

Nachdem sich nun abzeichnet das sich mein Zustand tatsächlich verbessern wird
und die Quälerei so langsam ein Ende hat, denke ich darüber nach diese Seite
in den nächsten Tagen zu beenden. Wenn ich mich dann entschlossen habe mir
wieder ein Wohnmobil zuzulegen werde ich natürlich wieder, wie gehabt, ein
Reisetagebuch für 2019 beginnen.
Jetzt will ich aber erst einmal die heutige Visite abwarten um zu erfahren in
wie weit sich die Folgebehandlung hier im Krankenhaus fortsetzt, wann ich
eventuell nach Hause entlassen werde und wann die genehmigte REHA
beginnen soll.
Gestern hat man mir noch einen geisteskranken Italiener auf das Zimmer gelegt,
der die halbe Nacht in voller Lautstärke telefoniert hat und ebenso laut Musik
mit dem Smartphone gemacht hat. Das aber scheint die Schwestern überhaupt
nicht zu interessieren und an Nachtruhe war so gut wie nicht zu denken.
Ich werde das auch bei der Visite den Ärzten sagen, denn so etwas geht in
einem Krankenhaus absolut nicht, dass andere Patienten derart massiv
gestört werden. Wenn auch das nicht helfen sollte werde ich mich bei der
Krankenhausverwaltung nachdrücklich beschweren.
08:45 Uhr.
Die Visite ist vorbei und das Ergebnis ist, dass ich morgen entlassen werde. Am
Sonntag allerdings muss ich zum Verbandwechsel noch einmal hierher ins
Krankenhaus kommen und dann ab Dienstag kann mein Hausarzt dieses
übernehmen. Auf jeden Fall war der Operateur, der die Visite leitete, sehr
zufrieden mit der Wunde und dem Heilungsprozess.
Ist es nun tatsächlich wahr das ich dem Ende meiner fast unerträglichen
Leidenszeit entgegen sehen kann? Ich muss mich etwas in meiner Freude bremsen,
damit ich nicht wieder, falls doch noch etwas schief geht, wieder in ein Loch falle.
Ich bin zwar über die Osterfeiertage alleine zu Hause, aber immerhin habe ich
dort mehr Ruhe als hier im Krankenhaus. Meine Nachbarin Regina hat für mich
das nötigste eingekauft und so freue ich mich doch auf zu Hause.

Ich wünsche allen meinen Freunden, Bekannten und unbekannten Lesern meiner
Seite ein sonniges, fröhliches Osterfest und habe mir erlaubt aus einem kleinen
Schokoladenosterhasen und einem Foto von mir eine kleine Fotomontage zu
machen.



Zum Abschied vom Krankenhaus habe ich mir mal so richtig etwas gegönnt.
Ein Stück mit Kirschen und Crem und ein Stück Käse/Streußelkuchen.
Man gönnt sich ja sonst nichts ...




Freitag, der 19. April (Karfreitag)

Heute nun soll es soweit sein, dass ich als (fast) geheilt nach Hause entlassen
werde. Nach dem letzten Frühstück hier und der Visite packe ich meine sieben
Sachen und dann wird mich ein Fahrdienst nach Hause bringen. Zuvor wird die Wunde
noch einmal gesichtet und mit neuen Pflastern versehen, die dann am Sonntag
hier im Krankenhaus noch einmal gewechselt werden, weil ja mein Hausarzt über
die Feiertage geschlossen hat.
Ich wünsche Euch allen ein frohes Osterfest, was jedenfalls der Wetterpronose
zu Folge, ein Erfolg werden dürfte.




Sonnabend, der 20. April

Ich habe die erste Nacht zu Hause und ohne nennenswerte Schmerzen verbracht.
Natürlich konnte ich mich nicht zurückhalten und habe erst einmal die ganzen
Sachen die ich mit im Krankenhaus hatte in die Waschmaschine gestopft und später
zum trocknen aufgehängt. Alles roch noch nach Krankenhaus und diesen Geruch wollte
ich schnell weg haben.

Ein deftiges Mittagessen habe ich nach dem nüchternen, fast immer ungewürztem
Essen im Krankenhaus auch sehr genossen. Nun kann Ostern kommen und
ich genieße es wieder zu Hause zu sein. Immerhin habe ich ja seit Ende Februar
mein Zuhause immer nur wenigen Tage genießen können die zwischen den OPs
waren. Ich habe mir einen Campingstuhl und einen kleinen Tisch auf die Terrasse
gestellt und werde in den nächsten Tagen das schöne Wetter genießen.
Morgen am Sonntag muss ich noch einmal kurz zum Verbandwechsel ins
Krankenhaus. Dafür habe ich wieder eine Bescheinigung für den Fahrdienst
bekommen der mich hin und zurück bringen wird.


Sonntag, der 21. April (Ostersonntag)

Ich war zum Verbandwechsel im Krankenhaus und dort wurde von Arzt festgestellt
das immer noch Wundwasser austritt. Er meinte das sei zu diesem Zeitpunkt
immer noch normal und werde im Laufe der nächsten Tage wahrscheinlich
trocken werden. Ich hoffe, dass das tatsächlich eintreten wird und bin eigentlich
sehr optimistisch, zumal die Wunde nicht mehr entzündet ist und starkes Jucken doch
einen Heilungsprozess bedeutet.
Weiterhin muss ich mich sehr vorsichtig bewegen und keine schwere Last heben,
sowie ungewohnte Bewegungen vermeiden. Natürlich richte ich mich nach den
Anweisungen um so schnell wie möglich wieder voll einsatzfähig zu sein.



Montag, der 22. April (Ostermontag)

Es tauchen immer wieder Zweifel bei mir auf was den Fortgang meiner Krankheit
betrifft. Warum tritt immer wieder Wundwasser auf? Warum bekomme ich auf diese
Frage von den Ärzten keine befriedigende verständliche Antwort?
Durch die Ereignisse der letzen Monate ist mein Nervenkostüm ziemlich dünn
geworden und ich reagiere sehr sensibel auf alle Zeichen meines Körpers.
Morgen am Dienstag habe ich bei meinem Hausarzt den nächsten Termin zum
Verbandwechsel. Wenn ich Glück habe hat sich das Problem mit dem
Wundwasser nun reduziert und ich bekomme endlich ausstreichende Antworten
auf meine Fragen.



Mittwoch, der 24. April

Nun sind inzwischen wieder zwei Tage seit meinem letzten Eintrag vergangen und
allzu viel hat sich in dieser Zeit nicht getan. Abgesehen davon, dass mein Hausarzt
die Wunde in Augenschein genommen hat und eigentlich zufrieden mit dem
Heilungsverlauf ist. Es tritt im Moment nur noch sehr wenig Wundflüssigkeit aus,
sodass in absehbarer Zeit wohl die Wunde gänzlich zuheilen wird. Doch in nächster
Zeit wird noch alle zwei Tage kontrolliert und neu gepflastert. Um den 30. April
herum werden dann die restlichen Fäden gezogen und am 2. Mai muss ich dann
zur Endkontrolle nach Greifswald wo die Wunde noch von meinem Operateur
Doktor Naujocks begutachtet wird. Danach hoffe ich als endgültig geheilt starten
zu können und beginnen kann an meinen Zukunftsplänen zu arbeiten.
Ich habe ein gutes Gefühl, dass dieses Mal alles positiv, ohne weitere Zwischenfälle,
 verlaufen wird.



Sonnabend, der 27. April

Es hat sich in den letzten Tagen allerhand ereignet, was den Kauf eines Wohnmobils
anbetrifft. Es sind so viele Wohnmobile im Angebot, so das ich letztendlich nicht
mehr wusste welches Fahrzeug in Frage kommt. Selbst eine Fahrt nach Hamburg zu
einem Händler brachte kein befriedigendes Ergebnis und so war diese Fahrt nicht
von Erfolg gekrönt. Viele Angebot bei denen ich teilweise bis zu 1900 € herunter
handeln konnte kamen in die nähere Auswahl. Aber, immer war irgendetwas an
den Fahrzeugen das mir nicht gefallen hat und so kam ich zum guten Schluss wieder
auf das Fahrzeug zurück, dass ich schon am Beginn meiner Suche in die engere
Auswahl genommen hatte. Die Papiere wurden mir schon in Kopie zugeschickt und
so kann ich am kommenden Montag bei der KFZ Zulassungsstelle das Fahrzeug
anmelden und die Kennzeichen erwerben.
Am Dienstag dann fahre ich mit einer guten Freundin nach Bielefeld um
das Fahrzeug abzuholen. Es wird also nun definitiv ein vollintegrieter
LMC Liberty 6500 i. (Siehe Bilder unten)









Aus meiner Wunde am Rücken tritt nun auch kein Wundwasser mehr aus, weil
nun alles zugeheilt ist. In den nächsten Tagen werden die Fäden gezogen und dann,
abgesehen davon das ich mich immer noch sehr vorsehen muss, wird so langsam
wieder ein normales Leben möglich sein.



Montag, der 29. April


Ich habe wieder mal neue Kurzzeitkennzeichen (5 Tage) erworben und bin von Anklam
aus gleich weiter nach Oranienburg gestartet. Jede Menge Wohnmobilzubehör habe ich mitgenommen um schon einen Teil im Wohnmobil zu verladen, denn wenn wir
zurück in Freest sind habe ich ja am Donnerstag, den 2. Mai meine Enduntersuchung.
Danach will ich zunächst mal für eine Woche oder 10 Tage das Wohnmobil
ausprobieren und kennenlernen.

Zunächst sieht der Plan jedoch wie folgt aus. Morgen am Dienstag in aller Frühe
gegen 06:00 Uhr Start in Oranienburg und so schnell wie möglich die knapp
400 Kilometer nach Bielefeld fahren. Nach Übernahme des Womos so weit wie
möglich wieder zurück in Richtung Oranienburg, wo noch einige Sachen einzuladen
sind. Am Mittwoch dann am späten Nachmittag Ankunft in Freest und die letzten
Utensilien einladen. Am Donnerstag dann die Untersuchung und danach so schnell
wie möglich die erste kleine Reise antreten.
Soweit der Plan ...



Wenn alles so wie oben beschrieben klappen sollte, werde ich die folgenden
Reisetagebücher wieder wie gewohnt unter "jonnyreisen.de" veröffentlichen.

Und hier geht es zum Teil 1 der Reise 2019




Dienstag, der 11. Juni


Wie ihr bereits festgestellt habt, werde ich nun keine Reisen
mit dem Wohnmobil zu unternehmen. Auf Grund der vielen Zuschriften was ich nun
weiterhin machen werde, habe ich mich entschlossen hier nun unregelmäßig zu
berichten was sich in meinem Leben "ohne Wohnmobil" tut und wie mein Leben
weitergehen wird. Es hat sich in der Zwischenzeit allerhand getan und in den
nächsten Tagen werde ich, soweit noch in Erinnerung, alles hier aufschreiben.
Also, nun noch ein wenig Geduld...


Kontakt: 0176 60270620 oder Email:
weberkontakt@t-online.de
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